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Trager-Methode

Die Trager-Methode oder Trager Psychophysische Integration ist eine sanfte physiotherapeutische Behandlungsmethode, bei der körperliche und mentale Aspekte gleichwertig in die Behandlung mit einbezogen werden. Die Methode wurde von dem amerikanischen Arzt Dr. Milton Trager (1909–1997) entwickelt.

Entwicklung
Milton Trager begann die Methode vor dem Zweiten Weltkrieg zu entwickeln. Zu dieser Zeit war er Sportler und machte eine Ausbildung zum Physiotherapeuten. Er studierte nach dem Krieg Medizin und führte anschließend eine Praxis auf Hawaii. Er entwickelte seine Methode im Laufe seines Lebens immer weiter. Sehr spät erst begann er, die Methode anderen zu vermitteln.

Methode
Eine Behandlungseinheit, die etwa 1 ½ Stunden dauert, besteht aus zwei Phasen. In der ersten Phase liegt der Behandelte auf der Massageliege, und der Trager-Therapeut unterstützt und lenkt mit sanften, einfühlsamen Berührungen die Bewegungen des Behandelten. Es wird angestrebt, Bewegungen zu finden und zu unterstützen, welche Spannungen oder Schmerzen verringern und sich gut anfühlen. In der zweiten Phase werden die Bewegungen vom Behandelten in einem Zustand innerer Achtsamkeit geübt. Ähnlich wie im mentalen Training im Sport sollen hier effektive Bewegungsabläufe sowohl auf der körperlichen als auch auf der mentalen Ebene eingeübt werden. Trager nannte die leichten Körperbewegungen, die mit Achtsamkeit ausgeführt werden, „Mentastics“; dieser Begriff, der aus den Worten MENTAle GymnaSTIC gebildet wurde, ist markenrechtlich geschützt.

Durch die Zweiteilung der Behandlung soll der Behandelte sowohl passiv als auch aktiv lernen, eine entspannte Präsenz zu entwickeln und in seinen Alltag zu integrieren. Als Ergebnis der Behandlung wird oft ein subjektives Gefühl größerer Freiheit und Leichtigkeit berichtet. Zusätzlich erhofft man sich, dass durch Veränderungen der körperlichen Bewegungsorganisation positive psychische Veränderungen erreicht werden.
Wirkung [Bearbeiten]

Die Trager-Therapie basiert wie die ihr ähnliche Alexander-Technik und die Feldenkrais-Methode auf der Überzeugung, dass der Mensch ein Organismus ist, in dem alle geistigen, seelischen und körperlichen Prozesse untrennbar miteinander verbunden sind. Diese Annahmen erfahren durch neuere neurobiologische Forschungsergebnisse wie die von Antonio R. Damasio [1] und von Gerhard Roth[2] Unterstützung.

Die Wirksamkeit dieser Methode wurde empirisch wissenschaftlich nicht belegt. Es liegen nur Erfahrungsberichte über die Wirksamkeit vor.

Literatur

  • Milton Trager, Cathy G. Hammond: Meditation und Bewegung. Heyne Verlag, 2000, ISBN 3-880-34871-5.

Quellen

  • ↑ Antonio R. Damasio: Ich fühle, also bin ich. Die Entschlüsselung des Bewusstseins. List, München 2000, ISBN 3548601642
  • ↑ Gerhard Roth: Fühlen, Denken, Handeln. Wie das Gehirn unser Verhalten steuert. Suhrkamp, Frankfurt 2003

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Nov. 06


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