Das Pneuma (griechisch πνεύμα, heute pnéwma ausgesprochen, „der Geist“, „Hauch“, „die Luft“, vergleiche etwa Pneumologie oder Pneumatik) weist Bezüge zum Geist auf. So kann Hagion Pneuma als Heiliger Geist übersetzt werden.
Das antike Konzept des Pneumas ist aber nicht nur auf den Geist bezogen, sondern weiter gefasst. Es bedeutet auch so etwas wie Wirbel, Windhauch oder Druck und hat Bezüge zu ähnlichen Konzepten wie dem chinesischen Qì (Chi) oder dem indischen Prana bzw. dem indischen Akasha, vgl. auch Atemseele.
Bei den Stoikern wird pneuma auch als eine Art „feuriger Lufthauch“ gebraucht, der alles durchdringt und somit kosmische Macht hat (eine Art Schicksal). Paulus setzte dem positiv bewerteten pneuma als Wesen des Geistes antithetisch das gramma, das alte Wesen des Buchstabens, entgegen (z. B. in Röm 7,6 EU und 2 Kor 3,6 EU).[1]
Pneumologie (griechisch πνευμονολογία „die Lungen[heil]kunde“, von πνεύμονας „die Lunge“ [aus πνεύμα „der Atem, Geist“] und λόγος „die Lehre, Wissenschaft“) oder Pneumonologie oder Pulmonologie oder Pulmologie (von lateinisch pulmo „die Lunge“) ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin, welches sich mit Lungenerkrankungen beschäftigt. Die deutsche Bezeichnung lautet Lungenheilkunde.
Die Pneumologie umfasst die Prophylaxe, Erkennung und konservative Behandlung der Krankheiten der Lunge, der Bronchien, des Mittelfells (Mediastinums) und der Pleura.
Die Thoraxchirurgie als Teil der Chirurgie, die Bestrahlung von Lungentumoren als Teil der Radiologie und die Chemotherapie von Lungentumoren als Teil der Onkologie gehören nicht direkt zur Pneumologie.