Startseite des 1. und größten Gesundheitsportal ohne Werbung
Der Körper und Organe von A bis Z
Fitness-Übungen - Ausdauertraining - Muskelaufbau
Alles wissenswerte über eine gesunde Ernährunng von A -Z
Hören und Sehen mit Online-Test`s
Körperpflege und Beauty A - Z
Das A - Z über Krankheiten, Medikamente, Medizin und Symptome
Fitness-Übungen - Ausdauertraining - Muskelaufbau
Online Ratgeber und Lexika und Informationen von A - Z
Passform von optimalen Einlagen und Schuhwerk
Therapieverformen und -verfahren von A-Z
Über das Portal - FAQ - Disclaimer
Kontaktformular
Impressum
Themen - Artikel für das Gesundheits-Portal
Stellenangebote / Job

Farbtherapie

Als Farbtherapie werden mehrere Therapien und Behandlungen bezeichnet, bei denen die Wirkung von Farben auf die menschliche Psyche und den menschlichen Organismus eine Rolle spielen. Die bekannteste Behandlung ist die Bestrahlung mit farbigem Licht, die meisten anderen Methoden sind laut Colin Goldner „umstritten“. Eine andere Methode ist die so genannte Farbpunktur nach Peter Mandel. Auch Aura Soma zählt im erweiterten Sinne zu den Farbtherapien. Verschiedene Ansätze der Kunsttherapie, insbesondere der anthroposophischen Maltherapie, begründen sich aus der unmittelbaren Wirkung der Farbe, ohne allerdings ausdrücklich als Farbtherapie bezeichnet zu werden.

Plausible theoretische Konzepte für die Farbtherapie existieren nicht, quantitative Untersuchungen über Effekte der Therapieformen liegen nicht vor.

Abgegrenzt werden müssen die Phototherapie mit UV-Licht, die eine wirkungsvolle physikalische Behandlungsmöglichkeit bei Kindern mit Neugeborenenikterus ist, und die gezielte Anwendung von Infrarotlicht.

Anfänge
Schon in der Antike spielten Farben in der Heilkunde eine gewisse Rolle. Kranke wurden mit farbigen Pasten bestrichen oder in farbige Tücher eingewickelt. Die Wirkung von Bestrahlungen mit ultraviolettem Licht erkannte man bereits Ende des 18. Jahrhunderts. Auch die Wirkung von Infrarotlicht ist wissenschaftlich nachgewiesen. J. W. von Goethe beschäftigte sich in seinen naturwissenschaftlichen Schriften eingehend mit Farben und deren Wirkung, ebenso Künstler wie z. B. W. Kandinsky, der der Künstler-Gruppe Blauer Reiter angehörte.

1878 erschien das chromotherapeutische Werk »The Principles of Light and Color« des Arztes Edwin D. Babitt, 1895 in der Vossischen Zeitung ein Aufsatz von Carus Sterne mit dem Titel »Der Farbenreiz bei Mensch und Tier – eine Betrachtung zu Goethes Farbenlehre«. In beiden Werken wird über eine Heilweise mittels Farbe berichtet, die schon im 14. Jahrhundert bei Pockenseuchen erfolgreich angewendet worden sei und die noch im 18. Jahrhundert in mehreren europäischen Ländern, sowie in Indochina und Japan bei Pocken indiziert war. Diese farbtherapeutische Methode bestand ganz einfach darin, daß die Pockenkranken durch Verhängen eines Raumes mit roten Tüchern, roten Vorhängen, etc. ganz in Rot gehüllt wurden. Der Herausgeber der naturwissenschachaftlichen Schriften Goethes, Rudolf Steiner, entwickelte mit dem Neurologen Felix Peipers, der in den Jahren 1906 bis 1915 eine Privatklinik in München führte, im Jahre 1908 eine Farbtherapie mittels einer blauen und einer roten Farbkammer, mit bestimmten Formen, Proportionen und Techniken.

Therapieformen:

Farbbestrahlungen
Die Bestrahlung mit Infrarot-Lampen ist allgemein bekannt und werden zum Beispiel bei Nebenhöhlenentzündungen, Rheuma und Muskelverspannungen auch von Allgemeinmedizinern eingesetzt. Blaulicht hilft bei Entzündungen, Schlafstörungen und Nervosität. Gelblicht soll bei Erkrankungen der Leber und gegen Hämorrhoiden helfen, grünes Licht bei Bronchitis und Gelenkrheuma.

Farbmeridiantherapie
Die Farbmeridiantherapie geht zurück auf die Krankengymnastin Christel Heidemann (1924-1998). Mit Hilfe einer Abtastung des Bindegewebes am Rücken und "Farbheptagrammen" können angeblich blockierte Meridiane des menschlichen Körpers gefunden werden. Zur Therapie werden mittels Pflaster auf bestimmte Meridianpunkte mit Naturfarbe gefärbte ca. einen Zentimeter große Seidenkreise aufgeklebt. Die dem Meridian zugeordnete Farbe soll die Energie des Meridians anregen, die Komplementärfarbe diese beruhigen. Die Behandlung soll die Gesundheit günstig beeinflussen und Schmerzen lindern. Klinische Studien zur Farbmeridiantherapie stehen noch aus.

Farbpunktur
Bei der Farbpunktur, die Peter Mandel eingeführt hat, wird gebündeltes Farblicht auf Akupunkturpunkte gerichtet, die so stimuliert werden sollen. Die Wirkung soll einer Akupunktur ähnlich sein, wobei verschiedene Farben unterschiedliche Wirkungen haben sollen.

Farbmeditation
In der anthroposophischen Kunst- und Maltherapie spielt die unmittelbare Wirkung der Farbe auf den Gestaltenden eine zentrale Rolle. Sie stützt sich dabei vor allem auf die Farbenlehre Goethes. Zu den hier entwickelten Methoden gehört z.B. die von Rose Maria Pütz entwickelte "Farbmeditation" mit Pflanzen-Aquarellfarben. Dabei gibt sich der Gestaltende der Wirkung einer Farbe hin, indem er sie in transparenten Lagen übereinander schichtet und langsam entstehen lässt.

Farblichttherapie
In der Filderklinik (Filderstadt) und anderen anthroposophischen Einrichtungen wird seit 2003 im Rahmen eines Forschungsprojekts die Wirkung von farbigem Licht auf Patienten mit verschiedenen Erkrankungen untersucht. Das Licht der Sonne dringt hierbei durch metallgefärbtes geschliffenes Glas, dessen Grundsubstanzen Quarz, Kalk und Pottasche sind und dessen Farben durch Metalle (Gold, Silber, Kupfer, Eisen) erzeugt werden.

Aura Soma
Aura Soma wurde von Vicky Wall erfunden und basiert auf einem System, bei dem zweifarbige Substanzen eine wesentliche Rolle spielen. Die richtige Auswahl der Farbkombinationen und deren Anwendung soll eine ganzheitliche Wirkung auf Körper, Geist und Seele haben.

Sonstiges
Einige Therapeuten empfehlen zum Beispiel, sich gezielt mit bestimmten Farben zu umgeben, Wasser durch farbige Edelsteine zu "energetisieren" oder gezielt Lebensmittel einer bestimmten Farbe zu essen. Eher dem Wellness-Bereich zuzuordnen sind farbige Badezusätze. Das Visualisieren von Farben spielt eine Rolle in der Meditation und wird auch sonst mitunter zur Entspannung empfohlen.

Quellen

  • ↑ Colin Goldner: Farbentherapie: Farbentherapie: Mit Licht gegen Leiden. Sueddeutsche Zeitung, 09.05.2007
  • ↑ Azeemi ST, Raza SM. A critical analysis of chromotherapy and its scientific evolution. Evid Based Complement Alternat Med. 2005 Dec;2(4):481-8. PMID 16322805
  • ↑ M. Marcinkowski, C. Bührer: AWMF-Leitlinie. Hyperbilirubinämie – Diagnostik und Therapie bei reifen gesunden Neugeborenen. AWMF, Düsseldorf, 2003
  • ↑ Pütz, Rose Maria (1991): Farbmeditation. Bielefeld: Bertelsmann

Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Artikel steht unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation.

Nov. 06


Unsere Website dient einzig Informationszwecken. Sie ersetzt keinesfalls die persönliche Untersuchung, Beratung und Behandlung durch Fachkräfte. Bitte beachten Sie auch unsere Rechtlichen Nutzungsbedingungen.