Das Konzept der Ohrakupunktur (auch Auriculotherapie genannt) wurde vom französischen Arzt Paul Nogier entwickelt. 1954 berichtete er erstmals in der Deutschen Zeitschrift für Akupunktur über seine Erfahrungen und 1961 stellte er seine Diagnose- und Therapieform auf einem Akupunkturkongress in Deutschland vor. Die Behandlung über das Ohr ist zwar auch aus der chinesischen Akupunktur bekannt, es werden dort jedoch nur wenige Punkte und diese auch nur selten verwendet. Eine weitere Form der Ohrakupunktur ist die Neuroaurikulotherapie (NAT).
Sie ist eine Synthese aus Neurowissenschaft und Aurikulomedizin. Sie verbindet das Erfahrungswissen der Repräsentationen in der Ohrmuschel mit den modernen Erkenntnissen der wissenschaftlichen Neurobiologie. Das NADA-Protokoll (National Acupuncture Detoxification Association, gegründet 1985), wurde von dem Neurochirurg L. H. Wen in Hongkong entwickelt, und soll Entzugsschmerzen lindern und den Suchtdruck senken helfen.
Die Aurikulotherapie ist eine Form der Akupunktur, welche sich auf das Ohr bezieht.
Am Ohr finden sich verschiedene Bezugspunkte zu entsprechenden Organen, ähnlich wie bei den Fussreflexzonen. Diese Reflexpunkte werden mittels Akupunkturnadeln gezielt gereizt und beeinflussen so die entsprechenden Organe. Neben den bekannten Akupunkturnadeln werden heute auch die Fingerdruckmassage am Ohr angewendet. Die Aurikulotherapie ist eine unterstützende und begleitende Therapieform.
Ausführliche Beschreibung: siehe Akupunktur