Die aquatische Körperarbeit unterscheidet sich in zwei unabhängige Therapieformen. Das Wassershiatsu, welches seit 1980 von Harold Dull entwickelt wurde, sowie das Wassertanzen, welches von Aman Schröter und Claudia Brunschwiler konzipiert wurde. Die beiden Therapieformen machen sich die entspannenden Eigenschaften des Wassers zunutze. Es wird in ca. 35° C warmem Wasser in angenehmer Atmosphäre mit dem Klienten gearbeitet.
Das Wassershiatsu (WATSU) genannt, verbindet Shiatsu-Massage, Meridian-Dehnungen, Gelenkmobilisationen und Bewegungen der Wirbelsäule, die nur im Wasser möglich sind. Das WATSU wird insgesamt harmonisierend und entspannend und ist zum Streßabbau bestens geeignet. Intensive Zusammenarbeit zwischen Klient und Therapeut sind entscheidend für den Erfolg der Behandlung.
Ein weiterer Aspekt des WATSU besteht aus einer Kombination von Erdungs- und Zentriertheitsübungen, Atemarbeit, Meridianübungen. Des weiteren werden tantrische Energie- und Körperarbeit praktisch und nach den individuellen Bedürfnissen des Klienten entsprechend angewandt. Der Austausch und Umgang mit den Gefühlen ermöglichen einen intensiven Kontakt, welcher sich heilend und entwicklungsfördernd auf den Klienten auswirkt.
Eine ebenfalls von Harold Dull initiierte Variante ist das TANTSU. Hierbei steht der Körperkontakt zwischen Therapeut und Klient durch anhaltende Berührung im Vordergrund. Das TANTSU ist eine Kombination aus Tantra und Shiatsu auf der Basis des Zen-Shiatsu. Dabei finden Muskeldehnungen, Akupressur der Meridiane und Energiepunkte in einer beschützenden Atmosphäre, an Land statt.
Daneben existiert noch eine zweite aquatische Therapie, das sogenannte Wassertanzen (WATA). Dabei werden Bewegungen im Wasser in tänzerischer Form dargestellt. Die Bewegungen werden meditativ in ruhiger Atmosphäre und Besinnung ausgeführt. Im Wasser lassen sich zahlreiche Bewegungskombinationen leicht und einfach ausführen. Durch Dehnungen, Streckungen, Gelenkmobilisation, Delphinbewegungen und freien Bewegungsformen erlebt der Mensch sich in einem völlig ungezwungen Bewegungsfluß, den es zu erleben gilt. Das Spiel und die Hingabe an die Bewegung können wieder in sein Bewußtsein gelangen, und die neu erlebten Emotionen zu einer entspannteren Sichtweise der Alltags führen.
Literatur:
Schröter, Aman P., Brunschwiler, Arjana C.: Wassertanzen, Aquatische Körperarbeit. Aurum Verlag, Braunschweig
Dull, Harold: Bodywork und Tantra
Dull, Harold: Freeing the Body in Water
Watsu. Heilung und Entspannung durch Wassershiatsu , K.F.Hang, 1997