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Alexander-Technik

Die Alexander-Technik wurde vom Schauspieler F.M. Alexander entwickelt. Aufgrund äusserst genauer Beobachtungen und Experimenten an sich selbst, erkannte er die Ursache für seine Stimm- und Atembeschwerden. Diese lag im ungünstigen Gebrauch seiner selbst. Darunter versteht man Verhaltensmuster, welche den Menschen in seiner geistig-körperlichen Einheit stören und so verschiedene Beschwerden auslösen können. Das Ziel der F.M. Alexander-Technik ist der natürliche, gut koordinierte Einsatz der ganzen Person während den Tätigkeiten des Alltags.

Die F.M. Alexander-Technik lehrt, gewohnte, unbewusste und automatische Reaktionen zu erkennen. Bewegungen, Gefühle und Verhalten können bewusster wahrgenommen werden. Sie lehrt, dass ein Entscheid darüber möglich ist, ob diese beibehalten, weggelassen oder verändert werden sollen. Nicht um die "richtige" Haltung oder Art und Weise der Bewegung geht es, sondern um den angemessenen, ungezwungenen Einsatz der Energie in den verschiedenen Aktivitäten.

Lehrpersonen der F.M. Alexander-Technik führen in ihren Lektionen durch Situationen und Abläufe des Alltags wie stehen, gehen, aufstehen, am Schreibtisch arbeiten, sprechen oder ein Werkzeug handhaben. Mit manuellen und verbalen Anleitungen unterstützen sie eine wohlkoordinierte Art des Umgangs ihrer Schüler/innen mit sich selbst. Die Alexander-Technik zeigt einen Weg, natürlich und aufrecht zu leben. Sie ist ein Lernprozess, der im Alltag weiter wirkt.

Die Alexander-Technik ist ein Verfahren, das sich mit dem Haltemuster und den Störungen im Bewegungsapparat beschäftigt. Beschwerden im Bewegungsapparat haben ihre Ursachen im Denken, Fühlen und der eigenen Körperwahrnehmung. Der australische Schauspieler F. Matthias Alexander (1838-1955) entwickelte eine Methode, um die Körperhaltung zu verbessern und bereis bestehende Schäden im Bewegungsapparat auszugleichen.

Die Methode der Alexander-Technik beruht auf verbalen Befehlen und Signalen, die bei regelmäßiger Aktivierung die Körperhaltung und damit auch das Körperbewußtsein verbessern. Die vier Befehle der Alexander-Technik bilden eine Einheit und sind nur gemeinsam wirksam:

  • Rücken gerade!
  • Schultern breit!
  • Kopf freischwebend, waagerecht geradeaus!
  • Gesicht entspannen ( I-Gesicht)!

Die zusätzlichen Signale der Alexander-Technik "Halt!" und "Wodurch?" sollen an die korrekte Körperhaltung erinnern, und die Formel "Erst die Etappe, dann das Ziel!" soll sich im Bewußtsein des Übenden einprägen. Eine Verbesserung der Körperhaltung wird durch psycho-physiologische Belehrungen und die sanfte taktile Berührung des Therapeuten erkannt und durch Training verbessert. In der Anwendung der Alexander-Technik geht es um einen aktiven Lernprozeß, der das Körperbewußtsein schult und die mit der Haltung verbundenen Schmerzen beseitigen hilft. Damit kann der Praktizierende zu einer spürbaren, anhaltenden Verbesserung seines Gesamtbefindens gelangen.

Literatur:
Alexander F.M. / Karger Die universelle Konstante im Leben"
Drake, Jonathan: Alexander-Technik im Alltag. München 1983 (Kösel).
Brennan, Richard: Alexander-Technik. Arbeitsbuch. München (Droemer).
Barlow, Wilfried: Die Alexander-Technik. München (Goldmann).

Nov. 06


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