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Gastritis (chronisch)

Defintion

Bei der chronischen Gastritis handelt es sich um eine chronische Entzündung der Magenschleimhaut.

je nach Ursache unterscheidet man 3 Hauptformen:

  • Typ A Gastritis (autoimmun) (ca. 3- 6%): Die Ursache ist nicht geklärt. Diese Form der Gastritis tritt aber oft in Kombination mit Autoimmunerkrankungen auf. Im Blut sind ev. Autoantikörper gegen die Belegzellen der Magenschleimhaut nachweisbar, ev. auch gegen den sog. Intrinsic-Faktor. Dieser Faktor ist nötig um das mit der Nahrung aufgenommene Vitamin B12 aufzunehmen. Fehlt dieser Faktor führt dies zu einem Vitamin B12- Mangel.
  • Typ B Gastritis (bakteriell) (ca. 80-90%): Meist durch Helicobacter pylori, einem Bakterium, welches sich in der Magenschleimhaut einnistet, verursachte Gastritis. Ein Befall mit diesem Bakterium ist häufig (bei über 50 jährigen in ca.50%!). Es führt jedoch nur in einem Teil der infizierten Personen zu einer Gastritis. Helicobacter pylori ist auch eine wichtige Ursache für die Bildung von Magengeschwüren (Magenulcus).
  • Typ C Gastritis (chemisch) (ca. 10%):Chemisch toxische Gastritis oft verursacht durch längerdauernde Einnahme von nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAID) oder durch Gallereflux (z.B. nach Magenoperationen)
  • Seltenere Gastritisformen: Granulomatöse Gastritis (Auftreten bei Morbus Crohn, Sarkoidose, Tuberkulose), eosinophile Gastritis (z.B. im Rahmen einer eosinophilen Gastroenteritis)

Symptome bei chronischer Gastritis:

  • häufig keine Beschwerden
  • ev. Völlegefühl, Blähungen, Durchfälle, Oberbauchschmerzen

Diagnose: Gastroskopie, Biopsien

Bei chronischer Gastritis ist zur Diagnosestellung eine Magenspiegelung (Gastroskopie) mit Gewebsentnahmen (Biopsien) nötig. Dabei kann auch ein Befall mit Helicobacter pylori nachgewiesen werden (entweder durch die Untersuchung der Gewebsproben oder durch einen sog. Urase-Schnelltest während der Gastroskopie).

Bei chron. Gastritis vom Typ A kann die Bestimmung der Antikörper gegen die Belegzellen , des Intirinsic Faktors, sowie des Vitamin B12 Spiegels im Blut die Diagnose erhärten.

Therapie je nach Art der chronischen Gastrititis:

  • Typ A Gastritis:
    Bei nachgewiesenem Vitamin B12 Mangel Ersatz des Vitamins. Endoskopische Kontrolle der Magenschleimhaut ca. alle 3 Jahre mit Gewebsentnahmen, da das Risiko an Magenkrebs zu erkranken erhöht ist.
  • Typ B Gastritis:
    Bei Befall mit Helicobacter pylori entsprechende Behandlung (Antibiotika, Protonenpumper) und Nachkontrolle. Falls bei der Gastroskopie eine intestinale Metaplasie nachgewiesen wurde, sind ebenfalls ca. alle 3 Jahre endoskopische Nachkontrollen nötig, da ein erhöhtes Risiko besteht, an Magenkrebs zu erkranken.
  • Typ C Gastritis:
    Bei Gallereflux helfen Prokinetika oder Cholestyramin. Bei durch Alkohol oder medikamentös bedingter Gastritis gilt es den Alkoholkonsum zu stoppen bzw. die Medikation zu ändern. Falls dies nicht möglich ist werden zusätzlich magenschützende Medikamente verabreicht (v. a. H2-Blocker, Protonenpumper).

Prognose

Falls bei chronischer Gastritis die genaue Ursache abgeklärt wurde und entsprechende Massnahmen (v.a. Behandlung eines ev. Helicobacter pylori Befalls, Änderung magenreizender Medikamente, Alkohol- und Nikotinstop) eingeleitet wurden, ist mit einer guten Prognose und Abheilung zu rechnen.

Bei unbehandelter Gastritis ist das Risiko für Magenblutungen, Magengeschwüren und ev. von Magenkrebs erhöht.

Autor: Dr. med. G. Meister, Zollikon

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Nov. 06


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