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Hypertonie

Was ist Hypertonie? Bluthochdruck?

Gemäss WHO (Weltgesundheitsorganisation) sind Blutdruckwerte unter 140 mmHg / 90 mmHg im normalen Bereich.

Bei Blutdruckwerten diastolisch (unterer Blutdruckwert) um 91- 95 mmHg und systolisch (oberer Blutdruckwert) um 141- 160 mmHg spricht man von Grenzwerthypertonie.

Eine eindeutige arterielle Hypertonie (Bluthochdruck) liegt vor, wenn diastolisch der Blutdruckwert über 95 mmHg und / oder der systolische Blutdruckwert über 160 mmHg liegt. Dabei spielt es keine Rolle, ob beide Werte oder nur der obere oder untere Wert erhöht ist.

Ein erhöhter Blutdruck ist ein Hauptrisikofaktor für Herz-, Kreislauferkrankungen (Herz und Gefässe werden durch den erhöhten Druck vermehrt belastet) und sollte deshalb unbedingt behandelt werden!

Die mit dem Blutdruckgerät gemessenen Werte werden in mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) angegeben. Der obere (systololische) Blutdruckwert entsteht, wenn sich das Herz zusammenzieht (Systole) und das Blut in die Arterien drückt. Der untere Blutdruckwert (diastolischer Blutdruckwert) stellt sich ein, wenn das Herz sich entspannt (Diastole) und die Herzkammern sich wieder mit Blut füllen.

Ursache oft unklar...

Bei ca. 90% ist die eigentliche Ursache für den erhöhten Blutdruck nicht bekannt. Man spricht von essentieller Hypertonie. Bei ca. 10% liegt eine Grunderkrankung vor (Nieren-, Herz-, Kreislauferkrankungen, Schwangerschaft, Hormonelle Erkrankungen, Medikamente etc.).

Symptome

Viele Patienten mit Bluthochdruck zeigen keine Beschwerden, sodass die erhöhten Blutdruckwerte oft zufällig bei einer Routineuntersuchung festgestellt werden.

Folgende Beschwerden können Hinweise auf einen Bluthochdruck geben:

  • Kopfschmerzen vor allem beim Aufwachen
  • Schwindel (lagerungsunabhängig)
  • Herzklopfen, Beklemmung in der Herzgegend
  • Luftnot bei Anstrengung
  • Nervosität, Konzentrationsstörungen
  • Sehstörungen
  • Potenz- und Libidostörungen
  • Nasenbluten

Diagnose mit Blutdruckmessungen...

Die Diagnose eines Bluthochdruck wird durch mehrmaliges Messen des Blutdrucks in Ruhe gestellt. Häufig werden auch Blutdruckmessungen über 24 Stunden durchgeführt. Dies erlaubt natürlich noch eine bessere Aussage über das Blutdruckverhalten.

Blutuntersuchungen und ev. weitere Abklärungen (EKG, Thoraxrönten, Ultraschall etc.) helfen seltenere Hypertonieursachen auszuschliessen sowie Informationen über eine ev. Schädigung des Herzens und Kreislaufs zu erhalten.

Therapie

In den meisten Fällen kann die genaue Ursache des Bluthochdrucks nicht festgestellt werden (essentielle Hypertonie) und es muss mit Medikamenten und Aenderung der Lebensweise versucht werden, den Blutdruck zu normalisieren.

Allgemeine Massnahmen

  • Stressreduktion (Entspannungsmethoden: z.B. Autogenes Training)
  • angemessene Nachtruhe
  • Nikotinstop
  • Kochsalzzufuhr einschränken
  • Gewichtsreduktion

Wichtigste Medikamentengruppen, welche angewandt werden

  • Diuretika
  • ACE- Hemmer, Angiotensin II Hemmer
  • Betablocker
  • Kalziumantagonisten

Prognose günstig bei Behandlung...

Ein unbehandelter Bluthochdruck belastet das Herz und die Gefässe.

Neben Schädigung am Herzen (Koronare Herzkrankheit) und an den Gefässen (Arteriosklerose) kann es auch zu Nieren-, Gehirnschädigungen (Schlaganfall, Insult) und Augenschäden (Netzhaut) kommen.

Bei Behandlung des Bluthochdrucks ist die Prognose günstig, so kann sich zum Beispiel eine Herzvergrösserung und Herzinsuffizienz wieder zurückbilden.

Autor: Dr. med. G. Meister, Zollikon

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Nov. 06


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