Arthrose (Arthrosis deformans)
Definition Arthrose
Arthrose (Arthrosis deformans, „Osteoarthritis“(engl.)) ist eine nichtentzündliche Gelenkserkrankung. Sie ist gekennzeichnet durch eine Abnützung und Schädigung der Gelenke.
Die Arthrose kann alle Gelenke befallen, am häufigsten sind jedoch die Gelenke der Wirbelsäule (Spondylose, Spondylarthrose), die Hüftgelenke (Coxarthrose), die Kniegelenke (Gonarthrose) und die Fingergelenke (Fingerpolyarthrose) betroffen.
Ursachen
- Genetische Veranlagung
- Übergewicht, angeborene Fehlstellungen der Gelenke (z.B. X-Beine), Schädigung der Gelenke nach Unfällen oder infolge Überbeanspruchung (Sportler)
- Abnützung der Gelenke mit zunehmenden Alter
- Frauen sind häufiger von Arthrose betroffen als Männer
Beschwerden
Die Beschwerden der Arthrose hängen ab von der Lokalisation der entsprechenden Gelenke.
Generell zeichnet sich die Arthrose durch eine vermehrte Steifigkeit der Gelenke aus. Morgens braucht es eine gewisse Anlaufszeit bis die Gelenke richtig bewegt werden können. Bei ausgeprägterer Arthrose treten Schmerzen bei Belastung ev.sogar Dauerschmerzen auf.
Die Gelenke sind meist etwas verdickt und aufgetrieben bis deformiert (Arthrosis deformans).
Aktivierte Arthrose
Von aktivierter Arthrose spricht man, wenn zur Gelenksarthrose noch eine entzündlicher Anteil dazukommt mit Überwärmung, Schwellung und Schmerzen im betroffenen Gelenk.
Röntgen und Blutuntersuchungen
Neben den Krankheitsbeschwerden zeigen vor allem die röntgenologischen Abklärungen das Ausmass der Gelenksveränderungen. Die röntgenologischen Befunde müssen jedoch nicht immer dem Krankheitsbild entsprechen. So gibt es z. B. Patienten mit ausgeprägen Gelenksveränderungen ohne grössere Beschwerden.
Typische Röntgenzeichen für eine Arthrose sind:
Gelenkspaltverschmälerung durch Knorpelschwund, Ausbildung von Knochenausziehungen (Osteophyten), Fehlstellung der Gelenke, subenchondrale Sklerosierung.
Blutuntersuchungen helfen andere Gelenkserkrankungen (Polyarthritis, Gicht etc.) auszuschliessen.
Therapie
Allgemeine Massnahmen
- Entlastung der Gelenke durch Gewichtsreduktion oder Gehstöcke, gutes Schuhwerk, Pufferabsätze etc.
- Physiotherapie: Krankengymnastik, Wärmebehandlung (z.B. Fango, Heublumenwickel), Massagen, Elektrotherapie, etc.
- Ernährung: Eine Rheumadiät im eigentlichen Sinne gibt es nicht. Eine cholesterinarme Ernährung und Meidung von stark purinhaltigen Lebensmitteln (Wurstwaren, Innereien, Meeresfrüchte, Fleichbrühe, Alkohol) wird empfohlen. Günstig sind häufige Fischmahlzeiten (Omega-3-Fettsäuren). Vitamin C und E haben durch ihre antioxidative Wirkung ebenfalls einen günstigen Einfluss auf den Knorpelstoffwechsel.
Medikamente
Je nach Ausprägung der Beschwerden werden verschieden starke Schmerzmittel verschrieben:
- Paracetamol, Mefenacid
- nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR), wegen der Gefahr von Magen-Darm-Blutungen ev. zusätzlich magenschützende Medikamente
- schwach wirksame Opiate (Suchtgefahr)
- Ausserdem kommen gelegentlich intraartikuläre Steroidinjektionen zur Anwendung. Eine weitere oft angewandte Behandlung erfolgt mit knorpelschützenden Medikamenten (Chondroprotektiva) und intraartikuläre Hyaluroninjektionen (verbessern die Viskosität der Gelenkflüssigkeit). Diese Medikamente bauen den abgenützten Knorpel nicht wieder auf, können aber zu einer Besserung der Beschwerden führen.
Chirurgische Massnahmen
Bei stark arthrotisch veränderten Gelenken ist oft ein künstlicher Gelenksersatz durch eine Endoprothese nicht zu umgehen.
Prognose
Die Arthrose selber kann nicht rückgängig gemacht werden. Je nach Patient gibt es Verläufe mit nur langsamen Fortschreiten und monatelanger Beschwerdefreiheit bis zu Patienten mit stark fortschreitender Arthrose und früh benötigtem Gelenksersatz.
Weiteres über Arthrose (Arthrosis deformans)
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Nov. 06
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